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Der Füllmenbacher Hofberg


Letzte Aktualisierung: 29.05.2010

Eines der faszinierendsten Naturschutzgebiete im Naturpark Stromberg – Heuchelberg ist sicherlich das Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg. Mitten im Wald findet sich ein ausgesprochen schönes Wiesental. Am Fuß des Berges liegt ein kleiner Weiler – der Füllmenbacher Hof, Namensgeber für das hiesige Naturschutzgebiet.

Der Füllmbacher Hofberg – Weinberg und orchideenreiches Naturschutzgebiet mitten im Wald.
Der Füllmbacher Hofberg – Weinberg und orchideenreiches Naturschutzgebiet mitten im Wald. © Marko Leson

Orchideenhang im Wald

Das Naturschutzgebiet umfasst unterschiedliche Lebensräume. Unterhalb des Wanderheims(1) im Westen des Gebietes liegt ein kleiner Weiher, angelegt im Mittelalter durch die Mönche des Klosters Maulbronn, die hier in der Umgebung für die Existenz so manchen Teiches und kleinen Sees verantwortlich waren.

An dem Weiher grenzt eine Wiese, die ebenfalls zum Naturschutzgebiet gehört, ebenso wie der nördlich angrenzende Wald. Am Wanderheim beginnt ein Weg, der wenig später zu einem Pfad wird und durch den Wald den Hang hinauf führt. Es handelt sich um einen Eichen-Hainbuchenwald, der einen beachtlichen Anteil an Elsbeeren aufweist. An der einen oder anderen Stelle bilden sich gar kleine Elsbeeren Trupps oder Horste.

Im Mai blüht hier das Weiße Waldvögelein (Cephalanthera damasonium).

Das Naturschutzgebiet umfasst am Bergsporn noch einen geringen Anteil Wald. Die unbewaldete Bergkuppe ist mit einzelnen Schlehen und Weißdornbüschen durchsetzt. Ein kleiner Teil des Hangs ist mit Reben bestanden. Trockenmauern mal mehr, mal weniger stark eingewachsen finden sich ebenfalls an verschiedenen Stellen.

Nach obenOrchideen

Am spannendsten ist aber der südexponierte Berg selbst. Er ist im wesentlichen kahl, oder besser gesagt - der Wald wurde einst gerodet und ein Weinberg angelegt. Und tatsächlich, ein paar Reben haben bis in die heutige Zeit überlebt. In den nicht bewirtschafteten Bereich hat sich ein Trespen-Halbtrockenrasen gebildet, der reich an unterschiedlichen Orchideen ist. In großer Menge trifft man das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) an, weiterhin finden sich Exemplare des Stattlichen Knabenkrautes (Orchis mascula), des Helm-Knabenkrautes (Orchis militaris) oder auch der Bocks-Riemenzunge (Himanthoglossum hircinum).

Nach obenFeuchtwiese

Neben dieser zusammenhängenden Fläche gehört zum Naturschutzgebiet noch eine etwas abseits im Osten gelegene Feuchtwiese entlang des Streitenbachs. Der Streitenbach entspringt westlich unweit des Naturschutzgebiets und fließt durch das Wiesental. Dort wo er wieder in den Wald eintritt, wird der mäandrierende Bachlauf von einem Schonwald umgeben.

Nach obenWanderungen im Gebiet

Durch das Gebiet führen drei Wanderungen.

  • Heiligenbergsee-Füllmbenbacher Hof Die am Heiligenbergsee startendende Wanderung führt zu Mammutbäumen und einem Bannwald und erreicht schließlich das Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg
  • Schützingen-Füllmenbacher Hof: Spannende botanische Wanderung, die zu den Naturschutzgebieten Füllmenbacher Hofberg, Schützinger Spiegel und Diefenbacher Mettenberg führt.Eine Vielzahl unterschiedlicher Orchideenarten kann man im Spätfrühjahr auf dieser Wanderung beobachten.
  • Von Diefenbach zum Füllmenbacher Hof: Diese wunderschöne Wanderung führt durch die Streuobstwiesen bei Diefenbach zum Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg. Besonderen Reiz entfaltet die Wanderung zur Zeit der Obst- oder etwas später zur Orchideenblüte.

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Alle Bilder: © Marko Leson
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