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Über die Eppinger Linie zum Ottilienberg


Letzte Aktualisierung: 16.03.2019

Die gemütliche rund 10 km lange Wanderung führt über den Eppinger Linienweg und dem Jägersee zum Ottilenberg bei Eppingen und von dort zum Kraichgaublick. Meistens verläuft die Wanderung über bequeme Forstwege. An zwei Abschnitten geht es allerdings über Pfade steil bergauf und wieder bergab.

Kappelle Ottilienberg.
Kappelle Ottilienberg. © Marko Leson

Daten der Wanderung

Anmeldung

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Lage der Wanderung

© Baselayer by OpenStreetMap (und) Mitwirkende, Lizenz: ODbL. © Overlays by www.Schoener-Suedwesten.de

Höhenprofil

Höhenprofil

Wertung

Note 3

Daten

Länge: 10,01 km

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Chartarque an der L 1110 zwischen Eppingen und Kleingartach.

Parkplatz GPS (Lat,Lon): 49.1106713811496, 8.94118183787628

Wanderkarte: Freizeitkarte 517, Heilbronn - Naturpark Stromberg-Heuchelberg, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg

Die Detailbeschreibung, die Sie im Downloadbereich aufrufen können, beinhaltet eine genaue Beschreibung mit einer Streckenangabe in Metern von Wegpunkt zu Wegpunkt. Die Wegpunkte finden Sie vermarkt auf der Karte zur Wanderung.

Wanderbeschreibung

Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz Chartaque zwischen Eppingen und Kleingartach.

Eppinger Linienweg

Direkt am Parkplatz befindet sich der Nachbau einer Chartaque – einem etliche Meter hohen hölzernen Turm, der zur Sicherung des ehemaligen Verteidigungswalls diente. So wird man gleich zu Beginn auf den Eppinger Linienweg Info eingestellt.

Das Wanderzeichen des Eppinger Linienweges ist dann stilecht eine symbolisierte Chartaque. Das Wanderzeichen wird uns auf der Wanderung immer wieder leiten.

Skulptur Arm und Reich

Zuerst folgt man schnurgerade dem Wanderweg, der am Infoschild vom Parkplatz wegführt. Lange Zeit geht es geradeaus. Unterwegs kommt man an einer Skulptur von Hinrich Zürn und Thomas Stopp-Ultes vorbei. Die Skulptur ist ein munter vor sich hin rostender Tisch. Nebendran steht ein weiterer Tisch auf dem Metallplatten in Form eines Ordners die Intention der Künstler beschreiben: „Die Skulptur […] symbolisiert den Gegensatz von Arm und Reich.“ Auf einer anderen Seite steht, was die Künstler wohl dazu angeregt hat: Die Eppinger Linien stammen aus der Zeit des Barocks und wie so häufig, wenn es um Geschichte geht, sieht man nur die Herrschaftsgeschichte. Aus der Zeit des Barocks sind das insbesondere Prunkbauten, „Vergoldete Engel, […] kunstvoll angelegte Gärten“. Dass der Rest der Bevölkerung knechten musste, um einigen wenigen ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen, wird dabei gerne übersehen.

Hügelgräber

Historisch und künstlerisch mit neuem Wissen versehen kommt man bald darauf an einer Informationstafel zum Eppinger Linienweg vorbei und noch etwas später an der Kopfrainhütte, wo 15 Hügelgräber Info aus der Jungsteinzeit zu besichtigen sind. Wer dann noch Muße hat, der kann sich auf dieser Etappe forstlich bilden. Viele der in Deutschlands Wäldern wachsenden Baumarten findet man auf diesem kurzen Wegstück. Beispielsweise verschiedene Ahornarten, Kiefer, Lärche, Fichte und Douglasie, Roteiche, Kirsche, Tulpenbaum, Esskastanie und Hainbuche. Buche und Eiche sowieso.

Am Schlettichsteinbruch biegt man dann rechts ab. Kurz nach der Kurve kann man auf der rechten Wegseite über einen kleinen Pfad den Steinbruch betreten und steht plötzlich völlig überrascht an einer von hohen Felswänden umgebenen Grillstelle.

Ottilienberg

Die Wanderung folgt nun dem Wanderzeichen Rotes Kreuz bis zum Jägersee. Von dort geht es durch das Eingangstor des „Eppinger Waldfühlpfades“ am See vorbei, bis ein Pfad den Weg kreuzt und man fortan dem Pfalz-Kraichgau-Weg steil bergauf zum Ottilienberg Info folgt. Hat man die kleine Kapelle passiert, folgt man kurz darauf einer hölzernen Treppe bergab und anschließend einen richtig steilen und bei feuchter Witterung richtig rutschigen Pfad hinab. Auf den Ottilienberg rauf und wieder runter war schon das Schwierigste auf dieser Wanderung. Der weitere Wegverlauf führt über geschotterte Forstwege, die zum Teil ohne Wegmarkierung sind, und zum Ende hin über schmalere Waldpfade am Aussichtspunkt Kraichgaublick vorbei zurück zum Ausgangspunkt.


Alle Bilder: © Marko Leson
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Nach obenHöhepunkte der Wanderung

ZurückOttilienberg

Seitdem 15. Jahrhundert steht auf dem 310 m hohen Ottilienberg bei Eppingen eine Wallfahrstkapelle. Der Ottilenberg war ebenfalls Bestandteil der Eppinger Linien und diente als Artilleriestützpunkt. Auf dem Ottilienberg gibt es auch eine Wanderhütte des Odenwaldclubs.

ZurückEppinger Linie

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1688–1697 drangen französische Truppen immer wieder in Südwestdeutschland ein. Unter anderem wurden bei diesen Feldzügen Worms, Speyer und Heidelberg zerstört. Um den Einfällen Herr zu werden, wurden die Eppinger Linien errichtet. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um einen Schanzenbau, der aus einem 40 Meter breiten Wall aus aufeinander getürmten Ästen und Baumstämmen bestand und durch Wachtürme, den sogenannten Chartarque gesichert wurden. Der Eppinger Linienweg folgt dem Verlauf der Anlage. Neben im Gelände erkennbaren Wallresten gibt es rekonstruierte Chartarquen und Informationstafeln.

ZurückHügelgräber bei Eppingen

In unmittelbarer Nähe der Kopfrainhütte befinden sich 15 Hügelgräber aus der Jungsteinzeit. Sie sind Teil einer ganzen Reihe weiterer Hügelgräber, die man im Kraichgau finden kann. Bereits sehr früh wurde der Kraichgau besiedelt. Die ca. 1 Meter hohen Gräber wurden 1866 geöffnet. Zum Vorschein kamen wenige Fundstücke und Skelettreste.


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Auszug aus der Detailbeschreibung:
Weg-
punkt
Etappen-
länge
Gesamt-
länge
Beschreibung
0 1500 0 Vom Parkplatz aus am Info Schild vorbeigehen und dem breiten Forstweg folgen. Wanderzeichen Eppinger Linienweg, Roter Strich.
1 630 1500 An der Kopfrainhütte führt die Wanderung weiter geradeaus. Allerdings kann man rechts abbiegen und einen Abstecher zu den Hügelgräbern machen.
2 520 2130 In einer leichten Linkskurve erreicht man den Schlettichsteinbruch (Pfahl mit Wanderwegweiser). Rechts abbiegen und weiter der Kehre folgen. Schild: Schlettichsteige.
3 1080 2650 Der Weg trifft auf den Schlettichweg (T–Kreuzung). Rechts abbiegen und dem Wanderzeichen Rotes Kreuz folgen.
4 260 3730 Weg endet am Vogelherdewg (T–Kreuzung). Links wenden und Richtung Waldrand gehen. Wanderzeichen Rotes Kreuz.
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