Burgen im Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald


Letzte Aktualisierung: 13.02.2019

Zugegeben, im Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald gibt es nicht so viele beeindruckende Burgen, wie man sie aus anderen Regionen kennt. Die geringe Anzahl und ihre Lage lässt auch einen Rückschluss darauf zu, welche Bedeutung die Region im Zeitalter des Burgenbaus hatte - nämlich eine eher geringe. Das wenig erschlossene und wirtschaftlich nicht besonders interessante Land machte es nicht nötig, Wege und Bevölkerung durch Höhenburgen zu kontrollieren. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Burgen, die allemal einen Ausflug wert sind.

Burg Wildeck im Herbst
Burg Wildeck im Herbst.

Die Burgen im Einzelnen

Nach oben Burg Lichtenberg

Besonders schön ist der Anblick der Burg Lichtenberg in den Abendstunden. Eingetaucht im warmen Licht der untergehenden Sonne erhebt sie sich bei Oberstenfeld beherrschend über das Bottwartal. Der 30 m hohe Bergfried lässt die Burg vom Tal aus besonders auffallend erscheinen.
Im 12. Jahrhundert zur Zeit der Staufer erbaut, wurde diese Burg nie geschliffen.
Die Burg kann besichtigt währendd de Öffnungszeiten besichtigt werden (1).

Burg Hohenbeilstein

Das Besondere an der Burg Hohenbeilstein ist, das die Burgmauer mit der Stadtmauer des Ortes Beilstein verbunden ist. Der alles überragende Bergfried - auch Langhans genannt - ist das Wahrzeichen des Ortes. Erste Befestigungen gab es an dieser Stelle bereits um 1070. Die wechselvolle Geschicte der Burg führte mehrfach zu ihrer Zerstörung, so beispielsweise im Bauernkrieg (1525) und im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Die Burg beherbergt heute eine Falknerei (4) und eine Gaststätte (8).

Nach oben Burg Wildeck

Wie die Burg Lichtenberg, so liegt auch die Burg Wildeck auf einen Bergsporn inmitten von Weinbergen oberhalb von Abstatt. Passenderweise residiert die Weinbauschule Weinsberg heute in der Burg, die in den umliegenden Weinbergen auch einige weinbauliche Versuchsflächen betreut (2).
Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert (3).

Nach oben Burg Reichenberg

Mitten in Württemberg haben die Markgrafen von Baden ihre Spuren hinterlassen. Die Burg Reichenberg bei Oppenweiler stammt aus dem 13. Jahrhundert und damals waren die Württemberger noch nicht im Besitz des Ortes. Es werden Führungen angeboten (5).

Nach oben Ruine Helfenberg

Die Ruine Helfenberg befindet sich streng genommen nicht mehr innerhalb der Grenzen des Naturparks. Da es sich aber anbietet bei einer Burgenwanderung am Rand des Parks auch einen Abstecher zu dieser Ruine zu machen, sei sie hier ebenfalls beschrieben.
Nicht umsonst führt die Burg in ihren Namen die Bezeichnung Ruine. Oben auf einen Weinberg gelegen wird die Anlage bereits von Bäumen und Gebüsch umwachsen. Würde man der Natur ihren Gang lassen - wer weiß, vielleicht bestände der Reiz die Ruine Helfenberg aufzusuchen eines Tages darin, das Bäume auf ihren Mauern wachsen...
Von der um 1250 erbauten Burg sind die Außenmauern des Wohnturms erhalten. Die gesamte Burganlage umfaßte einst ca. 40 m x 25 m. Ebenfalls erhalten sind noch Teile der Schildmauer. Die Burg ist frei zugänglich. (7)

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