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letzte Aktualisierung: 25.09.2008
 Der Limes erstreckt
sich über den ganzen Naturpark. Es gibt unterschiedlichste
Möglichkeiten, von wo aus man mit einer Wanderung auf dem
Limeswanderweg beginnen kann. >>>
Karte
Der Limes - ein System aus Palisaden, Wall, Graben,
Wachtürmen und Kastellen (oder wie man heute sagen würde:
Kasernen) - war die Grenze des römischen Weltreichs. Die
Herrschaft bzw. die Kontrolle, die die Römer ausübten,
erstreckte sich ebenfalls über das Vorfeld des Limes.
Verhindert werden sollte, das sich die Germanen unkontrolliert am
Dolce Vita der Römer mit friedlichen Absichten - also durch
Einwanderung, oder schlimmer noch mit weniger friedlichen Absichten
durch Raubzüge beteiligten.
Ein Verteidigungswall im Sinne einer ersten Frontlinie gegen
angreifende Barbarenhorden war der Limes dagegen nicht. Dafür
war er zu lang und überdehnt und die stationierten Truppen
nicht mächtig genug. Gerade mal 40.000 Legionäre
sicherten den Limes auf der 550 km langen Strecke, der die
Provinzen Germania superior und Raetien schützte. Immerhin 164
km davon beträgt der Anteil den der Limes im heutigen Baden
Württemberg hat.
Die vielen Wachtürme, die entlang des Grenzverlaufs gebaut
wurden, standen miteinander durch Sicht- oder Lautsignale in
Verbindung. Machten sich also Gruppen und Banden der
württembergischen Urbevölkerung plündernd und
raubend auf den Weg, um am Reichtum der Römer teilzuhaben, so
konnten schnell Truppen aus den Kastellen herbeigerufen werden.

Im Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald erreichte das
Imperium seine größte Ausdehnung. Kurz nach der
Jahrtausendwende griff Augustus über die Alpen. Die
alpenländischen Kelten wurden unterworfen, der Voralpenraum
besetzt. Weiter nördlich wurden die Ambitionen der Römer,
Germanien zu beherrschen, durch eine militärische Katastrophe
beendet. Drei Legionen führte Varus bei der Schlacht im
Teutoburger Wald ins Verderben. Im Süden jedoch verlief die
Inbesitznahme schrittweise, ohne dass es zu spektakulären
Kämpfen kam. Bis der Limes und mit ihm die Römer da
angekommen war, wo wir ihm heute auf dem Limeswanderweg ansatzweise
folgen können, wurde er verschiedentlich verschoben. Rund
hundert Jahre (~ 150 bis 260 nach Christus) sollte er dann in
dieser Ausprägung Bestand haben.
Der Limeswanderweg
Im Gegensatz zur chinesischen Mauer oder auch dem Hadrianswall tut
man sich schwer, Spuren des Limes im Gelände zu entdecken. An
einigen Stellen wie beispielsweise bei Kaisersbach unweit des
Kleinkastells Ebnisee lassen sich Teile des Walles noch ausmachen.
Folgen wir dem Limeswanderweg, der mal mehr, mal weniger dem
historischen Verlauf folgt, stoßen wir trotzdem immer wieder
auf "Reste" des Limes. Besonders eindrucksvoll bei Grab mit
Turm, Wall, Graben und Palisade oder beim Kastell in Welzheim. Nur
handelt es sich hier nicht um Originale, sondern um Nachbauten.
Auch Turmreste wie der Limesturm 96 nördlich von Murrhardt
sind letztendlich nur restauriert. Sei's drum, wer den Römern
nachspüren will, findet an den Originalstandplätzen der
Wachtürme mehr oder weniger aufwendig rekonstruierte Zeugen
der Vergangenheit und gut gemachte Informationstafeln
erläutern die historischen Zusammenhänge.
Archäologischer Park in
Welzheim
Welzheim hatte zwei Kastelle aufzuweisen. Eines wurde
überbaut, aus dem anderen wurde ein Archäologischer Park
(1)
. Das interessanteste am Park ist das rekonstruierte Westtor, das
einen guten Eindruck von der militärischen Anlage liefert. Ist
man erst einmal durch das Tor gegangen spaziert man über eine
weitgehend leere Fläche, die den weniger Interessierten mit
einem ratlosen "War's das?" zurücklässt. Ganz leer ist
sie natürlich nicht, es gibt immerhin einen Brunnen und ein
paar Statuen. Dafür kommt man umsonst rein. Spannender ist es
da allemal die alljährlich stattfindenden Römertage zu
besuchen. Der leere Platz füllt sich mit Leben. Es gibt
allerlei Stände und Vorführungen, wie die Römer
gelebt und gekämpft haben. Oder man wendet sich an das
Fremdenverkehrsamt (2)und nimmt an einer Führung teil.
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