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letzte Aktualisierung: 24.09.2008
Die Spuren der Geschichte lassen sich im Schwäbisch
Fränkischen Wald weit zurückverfolgen.
Der Limes
Der Limes
grenzte die römische Herrschaft zu den Barbaren ab. Der
obergermanische Limes verläuft in weiten Bereichen
schnurgerade durch den Naturpark, bis er bei Lorch abknickt und in
den rätischen Limes übergeht. An einigen Stellen kann man
den Verlauf des Grenzwalls sogar noch im Gelände erkennen.
Durch den Limeswanderweg ist die römische Geschichte
erschlossen worden. Vorbei an restaurierten Türmen
erläutern Tafeln die Geschichte dieses Bauwerks. Der Wanderweg
folgt zum Teil exakt dem historischen Grenzverlauf.
Waldgeschichte
Andere geschichtliche Spuren sind eher bescheiden und weisen
keinen so hohen Bekanntheitsgrad wie der Limes auf. Die
großen Ereignisse der Geschichte spielten sich woanders ab.
Das Gebiet lag zu sehr abseits und hatte außer Wald und Holz
nicht all zu viel zu bieten. Gerade das bietet dem Besucher die
Chance, sich mit einer Geschichte zu beschäftigen, die
ansonsten kaum Beachtung findet - der Waldgeschichte. Und davon hat
der Naturpark einiges zu bieten.
Der Waldreichtum war
gleichbedeutend mit Holzreichtum. Tacitus hatte seinen
römischen Lesern noch Angst gemacht vor den unheimlichen und
undurchdringlichen Wäldern, wo die Germanen hausen und den
Legionen des Varus eins aufs behelmte Haupt geschlagen haben. Und
auch heute glaubt man häufig, dass früher alles besser
war, der Mensch im Einklang mit der Natur gelebt habe. Nun,
zumindest was den Wald in Mitteleuropa angeht, so trifft das nicht
zu. Holz war der Allround Rohstoff - ohne Holz ging gar nichts.
Hemmunglos wurde der Wald ausgebeutet. Schnell war es vorbei mit
den geheimnisvollen undurchdringlichen Wäldern. Bei Waldenburg
kann man sich heute noch Waldbilder anschauen, die einen lebendigen
Eindruck vermitteln wozu die Übernutzung des Waldes mit
anschließender oder parallel laufender Nutzung als Viehweide führen
kann. Zurück blieb eher eine Park- als eine
Waldlandschaft.
Das Holz wurde entweder vor Ort gebraucht oder exportiert. Im
Schwäbisch Fränkischen Wald gab es so manche Hütte
in der Glas gebrannt wurde. Orte wie Spiegelberg führen heute
noch die einstmalige Nutzung in ihrem Namen. Alternativ wurde das
Holz Richtung Ludwigsburg und Stuttgart geschafft, wo die dort
lebenden Menschen und der herzogliche Hof Brennholz zum kochen und
heizen brauchten. Der Ebnisee
verdankt der Scheitholzflößerei, die die einzige
Möglichkeit darstellte das Holz in die Ballungsräume zu
bringen, seine Entstehung.
Natürlich wurde Holz nicht nur verbrannt. In den
Sägmühlen trieb die Wasserkraft das Gatter an. Geradezu
typisch für die Region sind die Mühlen.
Der Wasserreichtum erlaubte eine erklägliche Dichte dieser
frühindustriellen Fabriken. Neben den Sägmühlen sind
sicherlich die Kornmühlen die wohl bekanntesten
Mühlentypen. Der Waldreichtum brachte zusätzlich noch die
Lohmühlen hervor, die der Lohegwinnung aus Baumrinde für
die Gerberei dienten.
Zeugen des Mittelalters
Eine Handvoll Burgen hat
der Schwäbisch Fränkische Wald ebenfalls zu bieten. Und
mit dem Kloster Lorch das ursprünglich als Grablege für
das Geschlecht der Staufer geplant war, einen weiteren Zeugen
mittelalterlicher Geschichte.
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