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Aalkistensee


Letzte Aktualisierung: 24.07.2010

Östlich von Maulbronn an der B 35 beginnt das Naturschutzgebiet Aalkistensee. Die Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn legten diesen See bereits im Mittelalter an. Wie der Name schon vermuteln läßt, diente er wie verschiedene andere in der Region zur Fischzucht.

Blick auf den Aalkistensee bei Maulbronn
Blick auf den Aalkistensee bei Maulbronn © Marko Leson

Fischadler, Rotmilan & Co

Der Alkistensee ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Gegensatz zum Roßweiher, der sich aus Niederschlagswasser speist, handelt es sich beim Aalkistensee jedoch um einen Stausee. Die aus Maulbronn kommende Salzach wird hier aufgestaut.

Urkundlich erwähnt wird der See bereits 1553, allerdings unter dem Namen Unterefflinger See (1). Die Maulbronner Mönche legten in der Region um ihr Kloster etliche Seen zur Fischzucht an. Auch der Aalkistensee wurde zu diesem Zweck erschaffen.

Der See liegt in einer Geländesenke und wird von einem Gehölz- und Schilfbestand umgeben. Zum Teil recht alte Eichen, Pappeln und Weiden prägen das Bild. Südlich des Sees gibt es einen Wanderparkplatz. Von dort führt ein Weg zunächst oberhalb der Senke entlang und erlaubt einen weiten Blick in das Tal. Zumindest während der Vegetationszeit kann man nur erahnen, dass sich hinter einer Baumreihe, die sich malerisch an ein Gebäude schmiegt, der See befindet.

Eine mit Obstbäumen bestandene schmale Straße führt hinab in zum See. Der See kann umwandert werden. Zunächst führt ein schmaler Pfad fast direkt am Ufer entlang, doch bald schon entfernt er sich vom See und geht in einen Forstweg über. Für den weiteren Verlauf der Umrundung ist man immer soweit vom See entfernt, dass man kaum mal einen Blick von der Wasserfläche erhaschen kann.

Es lohnt es sich immer mal wieder einen Blick gen Himmel zu werfen – Rotmilan und Schwarzmilan ziehen am Aalkistensee ihre Kreise, während der Zugzeit kann sich auch ein Fischadler dazu gesellen.

Das Naturschutzgebiet hat insgesamt eine hohe Bedeutung für den regionalen Vogelschutz. Als Brutvögel finden sich hier beispielsweise Wasserralle, Zwergtaucher, Sumpfrohrsänger oder Krickenten. Braun- und Schwarzkehlchen können als Durchzügler beobachtet werden.

Die 49,5 ha große Fläche wurde 1979 unter Naturschutz gestellt. Kurz davor stand der Aalkistensee vor dem Exitus. Abwässer der Stadt Maulbronn setzten dem See stark zu. Erst mit dem Anschluss der Stadt Maulbronn an die Kläranlage in Bruchsal-Heidenheim entspannte sich die Lage (2).


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Alle Bilder: © Marko Leson
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