Schouml;ner Südwesten

letzte Aktualisierung: 30.01.2008

Das Strümpfelbachtal


Parkplatz Wenn Sie durch Althütte Richtung Kaisersbach (L 1120) fahren, dann befindet sich kurz nach dem Ortsausgang auf der rechten Seite ein Parkplatz. >>> Karte

Das Strümpfelbachtal in der Nähe von Althütte ist nicht ganz so schroff wie die Wieslaufschlucht. Erwandert man das Tal von Norden Richtung Süden so plätschert der Bach zunächst gemütlich und unspektakulär vor sich hin. Auf breiten Wegen kann man dem Bachverlauf mal näher mal etwas weiter entfernt folgen. Nachdem man an der Nonnenmühle vorbeigekommen ist, dauert es nicht mehr lange und ein Warnschild gibt einem zu denken. Ein "gefährlicher Wanderweg auf 1000m Länge" - was einen da bloß erwartet?

In der Tat, die Warnung hört sich übertrieben an und jemand der gut zu Fuß mit passendem Schuhwerk unterwegs ist, braucht sich keine weiteren Gedanken zu machen. Zunächst passiert erst einmal gar nichts. Auf einem festen Waldweg erreichen wir bei einer kleinen Holzbrücke den ersten und bald darauf in einer Rechtskurve den zweiten Wasserfall. Immer noch fragen wir uns, was denn bloß in die Verwaltung gefahren ist, eine solche Warnung aufzustellen. 1000 Meter haben wir zwar noch nicht zurückgelegt aber die Hälfte bestimmt, da erreichen wir das alte Pumpenhaus mit Lambachpumpe. Das Warnschild ist schon fast vergessen, als wir auf einem Steg zum ersten Mal den Strümpfelbach überqueren. Bis gerade noch war es eine gemütliche Wanderung - nun endlich wird es etwas spannender.

Steg im Strümpfelbachtal

An verschiedenen Stellen führen Stege durch das Strümpfelbachtal

Das Strümpfelbachtal wird mit jedem Schritt urtümlicher. Wie bei vielen Schluchtenwanderungen wird der Weg entlang des Baches alsbald schlammig, rutschig und steinig. Rinnsale unterschiedlicher Größe drücken aus den sich immer steiler erhebenden Hängen Richtung Bach und schwemmen den Boden auf. Je nach Jahreszeit und Witterung kann man schon mal knöcheltief versacken. Der Bach muss verschiedentlich über schmale Holzbrücken gequert werden oder ein Stegkonstrukt ersetzt den Weg komplett und führt den Wanderer zwischen Bach und Hang weiter. Nun darf man endlich dem Warnschild Glauben schenken. Allerdings scheint mir das Problem eher hausgemacht: So manches Bauwerk wird bei feuchter Witterung ziemlich glitschig. Die Sturzgefahr kann beträchtlich sein. Ein Drahtgeflecht auf die Blanken der Stege und Brücken genagelt, könnte an vielen Stellen die Wanderung ein wenig entspannen und den nötigen Grip verleihen.

Der Strümpfelbach mündet in die Wieslauf. Bis er sie erreicht müssen vom Parkplatz aus bis Klaffenbach ca. 140 Höhenmeter überwunden werden. Das Tal schneidet sich dabei nicht ganz so tief ein wie die Wieslaufschlucht. Aber an den harten Schichten des Kieselsandsteins und des Unteren Stubensandsteins haben sich etliche Wasserfälle bilden können, die zum Teil mehrere Meter Höhe haben. In ihrer herben Romantik steht sie der Wieslaufschlucht daher in nichts nach. Die Vegetation in beiden Schluchten ist ähnlich. Der Nadelholzanteil ist allerdings nicht ganz so hoch, so das entlang des Baches ein eher etwas naturnäherer Eindruck entsteht. Insgesamt handelt es sich hier um einen Schluchtwald der durch die feuchten Boden- als auch Luftverhältnisse geprägt ist. Mit etwas Glück kann man ab und an eine Wasseramsel vorbeifliegen sehen.

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