Schouml;ner Südwesten

letzte Aktualisierung: 07.03.2011


Von Freudental zum Wolfstein


Nach oben Allgemeine Informationen


Wertung: Note 3

Info:Das Wandersmann-System
Charakter: Die Wanderung führt ein wenig auf und ab. Sie wandern vorbei an vielen steinernen Zeugen der Jagdleidenschaft Friedrich I, hoch über den Weinbergen und entlang schmaler Pfade.
Länge: 13,88 km
offizielle Wanderkarte: Freizeitkarte 517, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg


Nach oben Beschreibung

Die Detailbeschreibung nach der Sie wandern können, finden Sie weiter unten. Die Detailkarte mit allen Wegpunkten finden Sie hier. Alles zusammen können Sie sich auch als PDF herunterladen.

Panoramablicke vom Jagdhäusle zur Vögeleslinde

ParkplatzDer Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz am Sportplatz in Freudental in der Nähe des Gewerbegebietes Galgenäcker. >>> interaktive Karte

Die Wanderung startet am Freudentaler Sportplatz in der Nähe des Gewerbegebietes Galgenäcker. Zunächst wandern wir am inneren Waldrand entlang den Berg hinauf (Wegpunkt 1-2 ). Der Pfad führt bald schon wieder aus dem Wald heraus (Wegpunkt 3 ). Wir orientieren uns an dem etwas unscheinbaren Schild Richtung Jagdhäusle und biegen rechts ab Info .

Auf dem Weg dorthin kommen wir an ein paar alten Rosskastanien vorbei, die in dem lückigen Altbestand zu unserer Linken knorrig vor sich hin wachsen. Bald erreichen wir den Gipfel des Schönenberges, wo einst das Jagdhäusel stand. Der Platz ist eingefasst mit großen Sandsteinfelsen und beherbergt heutzutage nur noch ein paar alte Linden. Von dem Pavillion, der der königlichen Jagdlust diente, ist heute nichts mehr zu sehen. Ein Informationsschild weist allerdings auf den historischen Hintergrund hin.

Geologisches Fenster Hohenhaslach

Wir wandern weiter geradeaus und erreichen kurz darauf die Vögeleslinde (Wegpunkt 4). Hier biegen wir links ab und wandern die „Lange Steige“ – einem tief eingeschnittenen Hohlweg – bergab. 23% Gefälle kündigt ein Schild an – es wird also wirklich steil.

Am Ende des Hohlweges erreichen wir einen geteerten Weg (Wegpunkt 5). Wir biegen rechts ab. Bereits nach wenigen Metern kommen wir an eine kleine Bankgruppe mit einer Schautafel. Zur Linken wie zur Rechten befinden sich sogenannte Geologische Fenster. Die Schautafel erläutert die geologische Gliederung des Stromberggebietes. Anlass für diese Informationstafel ist der massive Geländeabbruch direkt vor uns, der einen guten Einblick in den Schichtenaufbau des Keuperberglandes erlaubt.

Sachsenheimer Weg

Fahrspuren im Wanderweg

Durch die Holzernte beschädigter Wanderweg.

Unsere Wanderung führt uns nach rechts. Wir folgen dem geteerten Weg oberhalb der Reben nur ein kurzes Stück, dann biegen wir schon wieder rechts in den Wald ein (Wegpunkt 6). Für ein beträchtliches Stück folgen wir nun dem Sachsenheimer Weg. Wir erreichen eine Hütte („Lug ins Land”) und wandern an der Feuerstelle vorbei weiter bergauf. Der Pfad erreicht einen Forstweg an dem wir links abbiegen (Wegpunkt 7). Nach einem leichten Anstieg erreichen wir eine Geländeverebnung. Der Jungbestand, der hier wächst, ist mit einem schwachen Birken Vorwaldschirm umgeben. Umso deutlicher ragen die wenigen Überhälter auf der Fläche heraus. Besonders auffällig ist die einsame alte Eiche, die an der Stelle steht, an der wir den Forstweg verlassen und geradeaus einem Pfad folgen. (Wegpunkt 8). Der Pfad wird im Folgenden zunehmend schlechter. Die Holzernte 2010 hat dem Weg kräftig zugesetzt. Dieses Teilstück ist bei feuchtem Wetter ausgesprochen matschig. Wer trockenen und sauberen Fußes durchkommen will, der sollte entweder bei Frost oder nach längeren Trockenperioden den Weg in Angriff nehmen.

Schippachtal

Der Pfad führt uns tief durch den Bestand. Zweimal kreuzen wir befestigte Forstwege und gehen unbeirrt geradeaus weiter. Erst in Waldrandnähe stoßen wir auf einen geteerten Weg. Von hier folgen wir dem Wanderzeichen Blauer Punkt (Wegpunkt 9 - 12) bis wir im Schippbachtal angekommen sind. Nun wenden wir uns rechts. In der Ferne sehen wir die Freudentaler Weinberge – besonders markant die an dieser Stelle noch vorhandenen Trockenmauern. Am Fuß des Weinberges (Wegpunkt 13) wenden wir uns rechts. Es geht wieder etwas bergauf. Wir folgen dem geteerten Weg in den Wald hinein und erreichen eine Hütte (Wegpunkt 14). Nun gehen wir links den Wanderzeichen Rotes Kreuz bzw. Sachsenheimer Weg nach.

Panoramablicke in das Kirbachtal

Kirbachtal

Das Kirbachtal.

Am Waldrand wenden wir uns rechts und gehen oberhalb der Reben entlang (Wegpunkt 15). Hier geht es weiter bergauf und wir wandern an der Hangkante entlang mit einer teilweise sehr guten Sicht auf das Kirbachtal. Der Weg zweigt bald rechts ab und wir müssen uns durch eine Radfahrersperre zwängen. Der „Hans Ott Weg” führt weiter am Waldrand entlang. Die Aussicht ins Kirbachtal wird manchmal durch die dichten Schlehenbüsche eingeschränkt, doch macht das nichts. Die Hecke verengt den Weg optisch und gibt dem Wanderer ein wenig das Gefühl durch einen Tunnel zu laufen (Wegpunkt 16 - 17 ).

Wolfstein

Dem Wanderzeichen Rotes Kreuz folgend biegen wir rechts ab, zwängen uns erneut durch eine Radfahrersperre und gehen in den Wald hinein. Nun führt der Weg über schmale Waldpfade zum Wolfsklingenweg (Wegpunkt 17- 22), der seinen Namen von der gleichnamigen Klinge herleitet, die wiederum den selben Ursprung hat, wie der kurz darauf folgende WolfsteinInfo – einem Denkmal für den letzten in Württemberg geschossenen Wolf.

Von der Pfeifferhütte zu Zeugnissen König Friedrichs I von Württemberg

Der Königsitz

Der Königsitz - Picknickplatz des würtembergischen Königs

Nachdem wir das Denkmal passiert haben bleiben wir weiterhin auf diesem Forstweg und gelangen so zur PfeifferhütteInfo, die sich sehr gut für eine kurze Rast eignet. Die Kreuzung an der Pfeifferhütte überqueren wir und biegen dem Wanderzeichen Rotes Kreuz folgend kurz darauf rechts in den „Altertum Weg” ab (Wegpunkt 23). Von hier geht es nun kontinuierlich bergab. Nach gar nicht langer Zeit weist ein Schild auf den Königssitz Info hin. Der Abstecher ist keine hundert Meter weit und bringt uns zu einer Sandsteinbank, die Friedrich I und seinen Gästen zum Picknick machen diente. Weiter bergab erhebt sich linker Hand ein kleiner Wall. Auf diesem steht ein Schild, das man, wenn man nicht darauf achtet, gegebenenfalls übersehen kann, und uns auf das AltertumInfo hinweist. Man muß kurz über den Wall krabbeln und auf der anderen Seite wieder herunter, um sich das kleine Bauwerk anschauen zu können.
Die Wanderung führt weiter Richtung Freudental (Wegpunkt 25). Das Wanderzeichen Rotes Kreuz leitet uns im weiteren Verlauf zurück zum Ausgangspunkt.
Wir kommen dabei an den ehemaligen Fischteichen vorbei, die der Versorgung des Freudentaler Schloss gedient haben. Etwas später zweigt rechts der Wanderweg ab (Wegpunkt 26) und wir treten aus dem Wald heraus. Wir wenden uns rechts (Wegpunkt 27), können einen Blick über die Mauern des jüdischen Friedhofs werfen und gelangen zum StutendenkmalInfo (Wegpunkt 28).

Dem geteerten Sträßchen folgend erreichen wir kurz darauf den Sportplatz.


Nach oben Bilder

Navigationsbild Navigationsbild Navigationsbild

Diese Bilder können Sie sich auch in einer Diaschau betrachten.



Nach oben Detaillierte Beschreibung

Die vollständige detaillierte Beschreibung der Wanderung mit der auf den Daten von Open Streetmap basierenden Wegkarte können Sie sich als PDF Dokument herunterladen. Auf dieser Karte finden Sie jeden Wegpunkt nummeriert und vermarkt. Die dazugehörende Tabelle beschreibt zu jedem Wegpunkt den Wegverlauf.

Die Kombination aus Wegkarte mit vermarkten Wegpunkten und Wegpunktbeschreibung ermöglicht Ihnen, die Wanderung problemlos nachzuvollziehen. Die angegebene Etappenlänge von einem Wegpunkt zum nächsten gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit bei der Orientierung.

Beachten Sie bitte unbedingt die Hinweise zu den Besonderheiten einer Karte, die auf OpenStreetmap basiert.

Auszug aus der Detailbeschreibung

Weg-
punkt
Etappen-
länge
Gesamt-
länge
Beschreibung
0 80 m Start Wir gehen vom Parkplatz Richtung Wald am Gasthof vorbei.
1 110 m 0,08 km Gleich den ersten Weg im Wald links Richtung Hohenhaslach. Wanderzeichen: Rote Weintraube, Rotes Kreuz.
2 240 m 0,19 km Kurz bevor wir in den Weinberg heraustreten würden, biegen wir rechts ab. Weiter dem Wanderzeichen Rote Weintraube und Rotes Kreuz folgen.
3 1150 m 0,43 km Am Waldrand rechts dem etwas unscheinbaren Schild "Jagdhäusle" bergauf folgen. Ab dem Jagdhäusle orientieren wir uns an der Markierung Weiß-Gelb-Weiß.
4 170 m 1,58 km An der Vögeleslinde gehen wir links die "Lange Steige" bergab. Wanderzeichen: Roter Punkt.
...

Laden Sie sich die detaillierte Wanderbeschreibung herunter: Download


Nach obenHöhepunkte der Wanderung

ZurückAltertum

Um 1810 errichteter bunkerähnliches Gemäuer. Die Jagdknechte hatten die Aufgabe das Wild passend vor des Königs Flinte zu treiben, denn nichts anderes als ein Jagdunterstand für Jagdgäste des württembergischen Königs Friedrich und ihm selber war das Altertum. Innen drin befindet sich eine steinerne Sitzgelegenheit und davor ein ebenfalls steinerner Tisch mit einer merkwürdigen halbrunden Aussparung deren Sinn sich einem nicht sofort erschließt - es sei denn man ist über den königlichen Leibesumfang informiert. Die Aussparung sollte Seiner Majestät erlauben, Platz zu nehmen, diesen auch zu finden und dann auf Waidmanns Heil zu hoffen.

ZurückKönigsitz

Steinerne Sitzbank aus der Zeit um 1810. Ebenfalls für die königliche Jagdausübung errichtet - hier konnte sich die Jagdgesellschaft eine Pause gönnen.

ZurückJagdhäusle

An dieser Stelle stand aus der Zeit des württembergischen Königs Friederich ein Pavillion. Das Gebäude wurde während der höfischen Jagdausübung genutzt. Alte Linden und ein sehenswerter Blick ins Tal machen den Reiz des Platzes heute aus.

ZurückAusflugziel Pfeifferhütte

Die Pfeifferhütte ist ein beliebtes Ausflugziel. Neben einer Grillstelle mit mehreren Tischen und Bänken befinden sich auch in der offenen Hütte wettergeschützt Bänke und Tische. Eine Tafel informiert darüber, das die Pfeifferhütte bereits 1583 zum ersten Mal erwähnt wurde und ihren Namen von Forstmeister Caspar Pfeiffer ableitet. Sie diente als Schutzhütte für Jäger und Waldarbeiter.

ZurückWolfstein

Der Wolfstein ist ein kleines Denkmal mitten im Wald, das an den letzten in Württemberg geschossenen Wolf erinnert (10.03.1847). Das damals erlegte Exemplar kann im Naturkundemuseum in Stuttgart besichtigt werden.

ZurückStutendenkmal

Die Stute, der hier ein Denkmal gesetzt wurde, war seinerzeit das Ross König Friedrichs I von Württemberg. Das arme Tier musste sich mit dem Gewicht König Friedrichs auseinandersetzen, dessen Leibesumfang beim Altertum (siehe oben) kuriose Blüten trug. Immerhin 27 Jahre wurde Helene alt und hat sich damit das Denkmal für die Plackerei zu Recht verdient.


Nach oben Alle Links zur Wanderung


Diaschau Wegverlauf Download Informationen
Aus dieser Rubrik
Wandern im Südwesten
Die Natur im Südwesten

Im Sued-Westen Die Natur im Südwesten ist vielgestaltig. Ob Obstwiesen, Magerrasen, Wacholdeheiden oder ausgedehnte Wälder, geht man auf einer Wanderung mit offenen Augen und einer Portion Neugier durch die Landschaft, wird man immer wieder neues entdecken können.

Stromberg-Heuchelberg

Copyright 2008 - 2012 by Marko Leson  
Startseite| Impressum